"Jedes Kind hat ein natürliches Gefühl dafür, wann es körperlich und auch emotional fähig ist, den nächsten Schritt zu gehen. Aufgabe von Erwachsenen ist es, eine Umgebung zu schaffen die den Entwicklungsbedürfnissen des Kindes gerecht wird, sodass es sich in seinem Tempo frei entfalten kann." (Emmi Pikler) 

 

Ich sehe Kinder als eigenständige Persönlichkeiten die in der Lage sind altersentsprechend Entscheidungen zu treffen.

Schon von Geburt an teilen sie uns mit ob es ihnen etwas gefällt oder nicht. Durch verbale und nonverbalen Signale erzählen sie uns, was sie sich wünschen.

Meine Aufgabe ist die Signale der Kinder richtig zu deuten. Das tue ich, indem ich sie genau beobachte und sehe, dass sie mit Folge meiner Handlung glücklich sind.

Kinder brauchen geduldige Erwachsene, die ihnen respektvoll begegnen, mit ihnen ins Gespräch kommen und sie ermuntern die Welt zu erforschen. 


Dafür sorge ich. 


Ich bereite die Umgebung so vor, damit Kinder sich frei bewegen können, um unter anderem den nächsten Entwicklungsschritt vollziehen zu können. 


Kinder lernen in einer Gemeinschaft unter Gleichaltrigen zu leben. Sie entwickeln Gemeinschaftsgefühl. Sie lernen auf sich gegenseitig zu achten und sich untereinander zu helfen. 

Es ist meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass eine Atmosphäre des Wohlbefindens herrscht.


Meine "Zwegenhütte" soll ein echter Lebensort für Kinder sein. Der gesamte Tagesablauf wird unter pädagogischen Gesichtspunkt betrachtet und gestaltet. Jeder Moment, jede Situation, können potenziell wertvolle Bildungsressourcen werden, wenn sie gut und bewusst gesteuert werden.

Sich mit dem Alltagsleben zu beschäftigen bedeutet, den persönlichen Beziehungen und dem alltagspraktischen Lernen neuen Wert zu geben.

 

Was lernt man während der täglichen Routine?

  • Beim An- und Ausziehen?
  • Im Bad, beim Wickeln?
  • Am Tisch?
  • Während Ruhephase?


Ich möchte die Eltern dafür sensibilisieren, dass Sie es mit Bildungsprozessen zu tun haben, deren Maß Ihre Kinder sind, nicht die äußere Anforderungen. Bildungsprozesse, die durch das Alltagsleben der Kinder mit ihren vielen selbsgewählten Aktivitäten erst entstehen und denen Wiederholungen dazu gehören - und doch jede Untersuchung immer wieder auf eine veränderte Art durchgeführt wird.

     

Meine Aufgabe ist die Beziehung zwischen mir und den Kindern in vielfältiger Weise zu entwickeln. Das bedeutet:

  • Immer ansprechbar sein
  • Dabei sein
  • Fordernd sein
  • Mitreißend sein
  • Diskutieren
  • Zusammenarbeiten

 

Ich begleite die Kinder mit meinen "Antennen" in jeder Situation und fühle, ob es allen gut geht, ob und wann es angebracht ist, in der einen oder anderen Weise einzugreifen.

 

„Die Absicht des Erwachsenen zu Helfen oder zu Fördern verhindert geradezu, dass das Kind die Initiative ergreifen kann bzw. erlaubt ihm nicht, das Angefangene selbstständig zu Ende zu führen. „Ich helfe nur ein ganz klein wenig nach“, mit dieser Einstellung kommt man dem Kind zur Hilfe und reicht ihm die Hand, damit das Aufstehen leichter gelingt. Diese Hilfe aber raubt dem Kind die Freude am selbstständigen Gelingen, raubt ihm das Gefühl seiner Wirksamkeit „

 

Emmi Pikler